Spielsperre und Limiten: Wie Sie sich beim Online-Glücksspiel in der Schweiz schützen
Wer merkt, dass Spielen den Alltag zu bestimmen beginnt, braucht Werkzeuge, die sofort wirken. In der Schweiz gibt es dafür die Spielsperre und Limiten bei konzessionierten Anbietern. Bei Anbietern ohne Konzession greifen sie nicht. Dieser Ratgeber erklärt den Unterschied und nennt Wege, die in beiden Fällen helfen.
Inhalt
- Was eine Spielsperre ist
- Einsatz- und Verlustlimiten
- Was bei Anbietern ohne Konzession fehlt
- Was Sie selbst tun können
- Warnzeichen für problematisches Spielen
- Hilfe in der Schweiz
Was eine Spielsperre ist
Die Spielsperre schliesst eine Person vom Spiel bei konzessionierten Anbietern aus. Sie kann auf eigenen Wunsch beantragt werden. Spielbanken können sie auch von sich aus verfügen, wenn Hinweise auf Spielsucht oder auf Spielen über die eigenen Verhältnisse bestehen. Eine Sperre bei einer Spielbank wird den anderen Anbietern gemeldet. Einzelheiten zu Verfahren und Dauer erfahren Sie bei der jeweiligen Spielbank oder bei einer Beratungsstelle.
Einsatz- und Verlustlimiten
Konzessionierte Anbieter müssen Mittel zur Begrenzung des eigenen Spiels anbieten. Dazu gehören Limiten für Einzahlungen, Einsätze oder Verluste in einem Zeitraum. Setzen Sie die Limiten, solange Sie ruhig sind, und nicht erst nach einem schlechten Abend. Eine Erhöhung sollte nicht sofort gelten, sondern erst nach einer Wartefrist.

Was bei Anbietern ohne Konzession fehlt
Bei Anbietern wie Casinova, Betwest, Kingmaker, Betrepublic oder Cleobetra sind weder Spielsperre noch Limiten nach Schweizer Muster vorgeschrieben. Vielleicht bieten einzelne Anbieter freiwillig Pausen oder Limiten an, aber Sie können sich nicht darauf verlassen, und eine Sperre bei einem solchen Anbieter wirkt nicht bei anderen. Lesen Sie die Angaben zum Spielerschutz im Konto selbst nach und prüfen Sie, ob sie funktionieren.
Was Sie selbst tun können
- Legen Sie vor dem Spielen ein Budget und eine Zeitgrenze fest und notieren Sie beides.
- Zahlen Sie nie Geld ein, das für Miete, Rechnungen oder Rücklagen vorgesehen ist.
- Sprechen Sie mit Ihrer Bank über eine Sperre von Glücksspiel-Zahlungen auf Ihrer Karte.
- Nutzen Sie Programme, die Glücksspiel-Seiten auf Ihrem Gerät blockieren.
- Lassen Sie Verluste nicht durch höhere Einsätze ausgleichen.
- Reden Sie mit einer Person Ihres Vertrauens über Ihr Spielverhalten.
Warnzeichen für problematisches Spielen
Hellhörig sollten Sie werden, wenn Sie länger oder mit höheren Beträgen spielen als geplant, wenn Sie Verluste zurückgewinnen wollen, wenn Sie das Spielen vor anderen verbergen, wenn Sie sich Geld leihen oder wenn Gedanken ans Spielen Schlaf und Arbeit stören. Eines dieser Zeichen genügt, um das Gespräch zu suchen.

Hilfe in der Schweiz
SOS-Spielsucht ist eine Anlaufstelle für Betroffene und Angehörige. Die Beratung ist gratis und anonym, Telefon 0800 040 080, Webseite sos-spielsucht.ch. Allgemeine Informationen zu Sucht und Prävention bietet Sucht Schweiz (suchtschweiz.ch). Weitere Hinweise finden Sie auf unserer Seite Verantwortungsvoll spielen.
Nadine Keller
Redaktorin Glücksspielrecht und Lizenzen
Aktualisiert: 19. Oktober 2026
Nadine Keller ist Redaktorin für Glücksspielrecht und Lizenzen. Beim Thema Spielsperre schreibe ich bewusst vorsichtig: Verfahren und Fristen erklären die Spielbanken und Beratungsstellen verbindlich. Sie ist keine Juristin und gibt keine Rechtsberatung.